Steineiche

Die rund um das Mittelmeer heimische immergrüne Steineiche (Quercus ilex) kann eine Höhe von bis zu circa 25 m erreichen. Die ledrigen, an der Unterseite hellen Blätter sind gezähnt, bei älteren Exemplaren oft glattrandig und erinnern an die Stechpalme.

In Spanien werde vor allem Steineichen für die Trüffelzucht verwendet. Nach der Besichtigung von Trüffelplantagen in der Provinz Aragon haben wir vor 4 Jahren die ersten Bäume mit nach Deutschland gebracht.

Bei uns entwickelt sich Quercus ilex, abhängig vom Standort, zu einem großen Strauch oder einem kleinen Baum. Im Süden von England kommen aber auch große Exemplare vor, die größte Steineiche  Deutschlands findet man mit 14 m im Botanischen Garten der Stadt Bonn.

Obwohl die Steineiche Temperaturen bis -15°C verträgt, empfiehlt sich besonders bei jungen Exemplaren das Anbringen eines Winterschutzes. Wichtig ist es, die Pflanzen auch im Winter in der frostfreien Zeit zu gießen, da die Wintersonne den Blättern viel Feuchtigkeit entziehen kann. Unsere Pflanzen konnten wir auf diese Weise auch durch 2 kalte Winter bringen!

Steineichen wachsen langsam. Sie erhalten 4 jährige, ca. 20-30 cm große Pflanzen und können diese für weitere 1- 2 Jahre in ihren Pflanztöpfen belassen. Danach an einen geschützten Platz im Garten auspflanzen oder in einen größeren Kübel umtopfen. Der Erde reichlich Kalk beigeben, um ein optimales Trüffelwachstum zu ermöglichen.

Die Steineiche ist schnittverträglich, so dass dieser Baum auch als Hecke gepflanzt werden kann.

 

 

 

Portugiesische Eiche

Die auf der iberischen Halbinsel heimische, laubabwerfende oder wintergrüne Portugiesische Eiche (Quercus faginea) kann eine Höhe von bis zu 20 m erreichen. Die Bezeichnung "faginea" bezieht sich auf eine Ähnlichkeit der Laubblätter zu Buchen (Fagus). Die Portugiesische Eiche ist "halbimmergrün", d.h. nur in sehr strengen Wintern ist sie völlig kahl.

Die Portugiesische Eiche wird auch Dörr- oder Zenneiche genannt, neben Quercus faginea wird auch die Bezeichnung Quercus lusitanica verwendet.

Im Botanischen Garten in Berlin finde sich ein sehr schönes, ca 60jähriges Exemplar.

Wie bei der Steineiche, empfiehlt sich bei jungen Exemplaren das Anbringen eines Winterschutzes.

Die Portugiesische Eiche ist ein Baum der sehr gut mit dem Klimawandel zurecht kommen könnte: er hat keine Probleme mit trocken, heißen Sommern, kann aber bei kalten Wintern seine Blätter abwerfen und damit den Wasserbedarf bei Frost senken. In warmen Wintern werden die Blätter dagegen nicht abgeworfen.

Leider haben wir zur Zeit keine Bäume vorrätig. Ab Herbst können wir Ihnen aber wieder einjährige Pflanzen anbieten.

 

 

Stieleiche

 

Als Deutsche Eiche werden die Stieleiche (Q. robur) und die Traubeneiche (Q. petraea) bezeichnet. Beide kann man einfach anhand ihrer Eicheln aber zusätzlich auch an bestimmten Blattmerkmalen unterscheiden.

Die Früchte der Stieleiche sitzen in einem langgestielten Becher, die Früchte der Traubeneiche sind ungestielt, die Eicheln sitzen also traubenartig direkt am Sproß.

Die Blätter der Stieleiche haben eine eher rautige Form, in den Buchten der Blätter finden sich im Gegensatz zur Traubeneiche zusätzliche Blattadern. Die Blätter der Stieleiche haben einen kurzen Blattstiel, der Blattgrund zeigt charakteristische "Öhrchen".

Wir bieten 2 jährige, mit T. aestivum mykorrhizierte, ca. 10-15 cm große Stieleichen an.